• 100 Bundesgerichtsentscheide

    BGE 39 I 250 – Maggi-Würze

    11. Oktober 1912: Der Spezereihändler Urech aus Birsfelden wird wegen Verstoss gegen das Lebensmittelgesetz angezeigt, weil er ein Gemisch aus Maggi-Würze, Knorr-Sos und Wasser als reine Maggi-Würze verkauft. Doch handelt es sich bei Maggi-Würze überhaupt um Lebensmittel im Sinne des Lebensmittelgesetzes? Der Fall landet vor dem Bundesgericht. Anfangs der 1930er-Jahre fährt die Konkurrenz schweres Geschütz auf, um Maggi die Marktführerschaft streitig zu machen. Vertreter der Konkurrenzmarke Texton machen die Maggi-Würze bei Kundenpräsentationen schlecht. Wird damit die Schwelle zum unlauteren Wettbewerb überschritten? Nach dem Gang vor das Bundesgericht erhält die Maggi-Würze einen Konkurrenten in Pulverform, der mittlerweile zum Kultprodukt geworden ist. Schliesslich: Wer hat das Recht auf den Domainnamen maggi.com: Das Unternehmen Nestle oder ein Herrn Maggi aus Nidwalden?