BGE 136 I 1 – Kampfhundeverbot

27. Oktober 1904: Die achtjährige Olga Riedel wird in Davos vom Hund des Metzgermeisters Buol ins Gesicht gebissen. Obwohl der Hund schon zuvor mehrere Personen gebissen hat, ist sich der Metzgermeister keiner Schuld bewusst. Der Fall landet vor dem Bundesgericht (BGE 33 II 124).

Rund 50 Jahre später kommt es in Oftringen zu einem sehr ähnlichen Fall. Die zweijährige Isabelle wird ins Gesicht gebissen und ist fortan infolge der Narben entstellt. Das Bundesgericht beschäftigt sich u.a. mit der Frage, inwieweit die Narben Isabelle in Zukunft daran hindern werden, zu heiraten und damit ihr wirtschaftliches Fortkommen zu verbessern (BGE 81 II 512).

Am 1. Dezember 2005 wird in Oberglatt der sechsjährige Süleyman auf dem Weg in den Kindergarten von drei Pitbulls angefallen und getötet. Der Fall erschüttert die Schweiz. Der Kanton Zürich erlässt ein Verbot für potentiell gefährliche Hunderassen. Die Vereine der betroffenen Rassen fechten das Verbot vor dem Bundesgericht an.

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